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KASSELkenner.
Ein steinernes Grabmal in Tischform steht im verschneiten Wald der Künstler-Nekropole bei Kassel.
Start / Abseits der Wege

Kassel Geheimtipps: weniger bekannte Orte, die sich lohnen

Foto: Baummapper, CC BY-SA 3.0 de · Nachweis
Auf einen Blick
Nekropole
ganzjährig, Eintritt frei
Sepulkralkultur
8 Euro, Mi bis 20 Uhr
Bunkerführung
ab 5 Euro, mit Anmeldung
Laserscape
samstags, Eintritt frei
Gewächshaus
1. November bis 31. März
Kurz gesagt

Bergpark, documenta und Grimmwelt kennst du schon? Dann wird es jetzt spannend: Kassel hat Grabmäler im Wald, einen Bunker im Weinberg und Kunst, die nachts über den Himmel zieht. Genau richtig für einen zweiten Besuch oder einen freien Nachmittag.

Aaron Schiele
Aaron Schiele
geprüft am 09.10.2026

Die Orte im Überblick

OrtWas dich erwartetWannEintritt
Künstler-NekropoleGrabmäler von Künstlern im Waldganzjährigfrei
Museum für SepulkralkulturBestattungs- und TrauerkulturDi bis So, Mi bis 20 Uhr8 Euro
WeinbergbunkerFührung durch Stollen und Luftschutzbunkerjeden 1. Montag im Monatab 5 Euro
Turm des LandesmuseumsAussicht über KasselDi bis So, jede volle und halbe Stunde8 Euro (Museum)
LaserscapeLaser-Lichtskulptur über der Stadtsamstags nach Einbruch der Dunkelheitfrei
Großes GewächshausOrchideen, Palmen, Kamelien1.11. bis 31.3.Tagesticket 8 Euro
Botanischer GartenThemengärten, Lindenalleetagsüberfrei
DöncheNaturschutzgebiet mit Wanderwegenimmerfrei

Künstler-Nekropole im Habichtswald

Mitten im Wald nahe dem Bergpark liegt der Blaue See, ein stiller, alter Steinbruch. Rundherum haben Künstlerinnen und Künstler zu Lebzeiten ihr eigenes Grabmal gebaut – jedes ein Kunstwerk für sich, das du beim Spazierengehen nach und nach entdeckst. Ein etwa 1,5 km langer Wanderweg mit dem Wegzeichen 22 führt vom Wanderparkplatz Nekropole zu den Grabmälern. Der Ort ist immer offen und kostet nichts.

Museum für Sepulkralkultur am Weinberg

Klingt düster, ist aber überraschend lebendig: Gleich neben der Grimmwelt zeigt das Museum, wie Menschen mit Tod und Trauer umgehen – mit Totenhemden, Särgen, Kutschen, Bräuchen und Kunst. Montags ist zu, mittwochs offen bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro, jeden 1. Mittwoch im Monat ist er ab 17 Uhr frei. Mittwochs um 17 Uhr gibt es eine Führung ohne Aufpreis.

Führung durch den Weinbergbunker

Unter dem Weinberg ziehen sich alte Stollen durch den Fels. Erst kühlten Brauer hier ihr Bier mit Eis, später lagerte Wein darin, und im Zweiten Weltkrieg suchten bis zu 10.000 Menschen Schutz. Der Feuerwehrverein Kassel führt jeden 1. Montag im Monat durch den größten Bunker der Stadt, ab 5 Euro und nur mit Anmeldung. Die Gänge sind teils dunkel und eng, empfohlen ist die Führung ab 10 Jahren.

Aussicht vom Turm des Hessischen Landesmuseums

Den Herkules kennt jeder, den Turm des Landesmuseums am Brüder-Grimm-Platz kaum jemand – dabei siehst du von oben die ganze Innenstadt. Hinauf geht es zu jeder vollen und halben Stunde, im Museumseintritt von 8 Euro inbegriffen, unter 18 Jahren frei. Wegen Bauarbeiten am Brüder-Grimm-Platz kann der Zugang eingeschränkt sein.

Nur 4 Minuten weiter wartet die nächste Aussicht: die Dachterrasse der Grimmwelt mit Blick über die Südstadt bis zum Herkules.

Laserscape: Kunst am Nachthimmel

Jeden Samstag nach Einbruch der Dunkelheit ziehen Laserstrahlen quer über Kassel, unter anderem bis zum Turm des Landesmuseums. Das Lichtkunstwerk stammt aus der documenta und gehört seitdem einfach zur Stadt – ein schöner Abschluss für einen Abendspaziergang.

Grün abseits der großen Parks

Street Art im Schillerviertel

Im Schillerviertel haben Bewohner und Kunstschaffende ganze Hauswände bunt gestaltet. Für deinen eigenen Rundgang gibt es digitale Touren für Mitte, Nord und das Schillerviertel und das Heft „Streetart to go“ in der Tourist Information in der Wilhelmsstraße.

Häufige Fragen

Welche weniger bekannten Orte in Kassel lohnen sich?

Die Künstler-Nekropole im Habichtswald, das Museum für Sepulkralkultur, die Führung durch den Weinbergbunker und der Turm des Hessischen Landesmuseums. Samstagabends kommt die Laserscape dazu.

Was kann man in Kassel kostenlos entdecken?

Die Künstler-Nekropole, den Botanischen Garten, die Dönche, die Laserscape und die Street Art im Schillerviertel. Ins Museum für Sepulkralkultur kommst du jeden 1. Mittwoch im Monat ab 17 Uhr kostenlos.

Kann man den Weinbergbunker besichtigen?

Ja, jeden 1. Montag im Monat mit dem Feuerwehrverein Kassel, ab 5 Euro und mit Anmeldung.

Wo hat man in Kassel eine gute Aussicht außer am Herkules?

Vom Turm des Hessischen Landesmuseums und von der Dachterrasse der Grimmwelt – beide in der Innenstadt, nur 4 Minuten zu Fuß voneinander entfernt.

Was ist die Künstler-Nekropole?

Ein Wald rund um den Blauen See, in dem Künstler ihr eigenes Grabmal als Kunstwerk gestaltet haben. Sie liegt im Habichtswald nahe dem Bergpark und ist frei zugänglich.

Was kann man in Kassel im Winter abseits der bekannten Orte machen?

Im Großen Gewächshaus im Bergpark blüht es mitten im Winter. Das Museum für Sepulkralkultur und das Landesmuseum haben das ganze Jahr offen.

Quellen abgerufen am 09.10.2026

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